Immobilie verkaufen in sieben Schritten
Ein Hausverkauf ist für die meisten Menschen das größte Geschäft ihres Lebens – und eines, das sie nur ein- oder zweimal machen. Diese sieben Schritte zeigen, worauf es ankommt.
1. Den richtigen Zeitpunkt prüfen
Bevor Sie vermarkten, klären Sie die Rahmenbedingungen: Gibt es eine laufende Finanzierung mit Vorfälligkeitsentschädigung? Liegt der Kauf weniger als zehn Jahre zurück? Wohnt noch ein Mieter im Objekt? Diese Punkte beeinflussen Erlös und Zeitplan stärker als die Jahreszeit.
2. Unterlagen zusammenstellen
Grundbuchauszug, Grundrisse, Wohnflächenberechnung, Energieausweis, Nachweise über Modernisierungen – bei Wohnungen zusätzlich Teilungserklärung, Protokolle und Wirtschaftsplan. Fehlende Unterlagen kosten später Zeit und drücken in Verhandlungen den Preis.
3. Den Angebotspreis festlegen
Der Preis entscheidet über alles. Zu hoch angesetzt, verbrennt ein Objekt in den ersten Wochen seine Aufmerksamkeit und wird am Ende unter Wert verkauft. Grundlage sind tatsächliche Vergleichsverkäufe, Zustand, Lage und die aktuelle Nachfrage – nicht der Preis, den der Nachbar angeblich erzielt hat.
4. Präsentation und Exposé
Aufgeräumte, helle Fotos, ein sauberer Grundriss und ein Exposé, das Fragen beantwortet, statt sie zu wecken. Gute Vorbereitung reduziert Besichtigungen mit den Falschen.
5. Besichtigungen mit den Richtigen
Vor dem Termin klären wir, ob Interessenten ernsthaft suchen und ob die Finanzierung realistisch ist. Das schützt Ihre Zeit und Ihre Privatsphäre.
6. Verhandlung und Kaufvertrag
Angebote werden geprüft, nicht einfach angenommen: Finanzierungsbestätigung, Zeitplan, Bedingungen. Der Notar erstellt den Vertragsentwurf; wir stimmen ihn mit beiden Seiten ab, bevor der Termin stattfindet.
7. Notartermin und Übergabe
Nach der Beurkundung folgen Kaufpreiszahlung, Eigentumsumschreibung und die Übergabe mit Protokoll und Zählerständen. Erst dann wechseln Schlüssel und Verantwortung.